++ Cancel Culture findet weitere Opfer ++

Meldungen häufen sich, dass Verlage beliebte Bestseller nach Maßgaben eines woken „Sensitivity Readings“ umschreiben oder zensieren. Ian Fleming („James Bond“) soll es nun ebenso treffen wie Agatha Christie („Hercule Poirot“). Nach der Cancel Culture an den Universitäten und den Triggerwarnungen auf Bibliotheksbänden, sollen nun rückwirkend die Texte Seite für Seite zensiert werden.

Hierzu erklärt Jessica Schülke, MdL, Sprecherin für Wissenschaft und Kultur der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Vom Alten Testament über Aristophanes bis Salman Rushdie – wer die Weltliteratur von vermeintlichen Anstößigkeiten befreien will, hat ein rastloses Leben vor sich.

Die penetranten und übergriffigen Einschüchterungen neu-linker Aktivisten auf die Kunst müssen entschieden zurückgewiesen werden. Merken die Wokisten nicht ihren Selbstwiderspruch?

Eine Figur in Roald Dahls ‚Charlie und die Schokoladenfabrik‘ soll nicht mehr als ‚fett‘ gelten, aber zugleich feiern die Aktivisten gesteigerte Dicklichkeit als ‚fat pride‘. Ethnische Minderheiten sollen sich in der Sprache wiederfinden, aber in Agatha Christies ‚Tod auf dem Nil‘ soll die Bezeichnung ’nubisch‘ nicht mehr verwendet werden. Man wendet sich gegen ‚Othering‘, erklärt aber Weiße zu Rassisten, und in transidentitären Kreisen werden Frauenrechtlerinnen als TERFs (Trans-Exclusionary Radical Feminist) zur medialen Zielscheibe gemacht.

Die genannten Beispiele des ‚Cancel cultures‘ sind in ihrem Radikalismus schon über das Sektenartige hinaus und verfallen in absurde Tribunale. Was die Wokisten im Namen von Diversität oder Gendersensibiltät anprangern, fällt auf ihre eigene Intoleranz zurück.

Wir haben in unserer deutschen Geschichte mit geistiger Verdunkelung ja schon bittere Erfahrung gemacht. Deshalb brauchen wir dringend reale und ehrliche Aufklärung d.h. Schutz der Meinungsfreiheit, Schutz der Kunstfreiheit, Schutz der Wissenschaftsfreiheit und der Wissensinstitutionen!“