++ Göttinger Verbundzentrale wirft Bibliothek des Konservatismus raus! ++

Die NZZ nennt es „ein Armutszeugnis für Deutschland“. Andere Medien kritisieren ähnlich scharf. Die Bibliothek des Konservatismus mit ihrem Bestand von rund 35.000 Bänden soll zum kommenden Jahr aus dem Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) ausgeschlossen werden. Die Einrichtung mit Sitz in Berlin würde praktisch aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden.
Sie müsste um ihre Existenz fürchten. Ausgesprochen wurde die Kündigung von der Verbundzentrale des GBV. Sie sitzt in Göttingen und steht unter der Dienst- und Rechtsaufsicht des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.
Die AfD-Fraktion fordert eine Stellungnahme von der Landesregierung. In einer „Anfrage zur kurzfristigen schriftlichen Beantwortung“ will sie unter anderem wissen, welche Gründe zum Ausschluss führten, ob der Vorgang mit dem Ministerium abgestimmt war und wie es dabei um die Freiheit von Wissenschaft und Forschung bestellt ist.
Dazu Jessica Schülke, kultur- und wissenschaftspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
Was hier passiert, ist im höchsten Maße besorgniserregend und bedarf unbedingt der Aufklärung. Eine hoch renommierte Bibliothek soll anscheinend aus dem öffentlichen Gedächtnis getilgt werden. Historischen Titeln würde das Vergessen drohen, neue Forschungsergebnisse und Publikationen von wissenschaftlicher Wahrnehmbarkeit und Kontroverse ausgeschlossen.
Die Kündigung erfolgte grundlos und ist ein bislang einzigartiger Vorgang. Schwer wiegt hier der Verdacht der ‚Cancel Culture‘, denn statt links-grüner Schriften hegt und hütet die Bibliothek konservatives Gedankengut. Es wäre ein folgenschwerer Anschlag auf die Freiheit von Wissenschaft und Forschung. Sie ist im Grundgesetz garantiert und gehört zum Grundkanon unserer westlichen Werte. Hier muss sich die Landesregierung und allen voran der Wissenschaftsminister erklären. Er trägt die Aufsichtsverantwortung über die Verbundzentrale. Es gilt: Wer Bibliotheken als Zensurfilter missbraucht, ist für den verantwortungsvollen Umgang mit Büchern in einer freiheitlichen Gesellschaft völlig ungeeignet.